Was macht ein Logopäde?

Unter dem Begriff Logopädie versteht man die Lehre der Stimm-, Sprach- und Schlucktherapie. Wobei gerade Sprachstörungen wie Lispeln und Stottern in das Behandlungsfeld eines Logopäden fallen. Anders als die meisten anderen Berufe im medizinischen Gebiet ist für die Ausübung dieses Berufes kein Studium erforderlich, sondern eine Ausbildung an einer anerkannten Schule.

Dort wird innerhalb von drei Jahren sowohl theoretisch als auch praktisch das Fachwissen vermittelt, welches für den Beruf erforderlich ist.

Wer ein Problem beim Sprechen hat und einen Logopäden aufsucht, der wird zunächst eine ausführliche Beratung erhalten, denn zunächst muss durch den Logopäden ausgeschlossen werden, dass die Sprach- oder Schluckstörung durch körperliche Ursachen entstanden ist. Denn diese werden ärztlich behandelt.

Steht jedoch fest, dass zum Beispiel ein Fehler in der Aussprache bestimmter Buchstaben oder beim Atmen besteht und dies die Störungen verursacht, wird der Logopäde tätig. Hierbei können einfach Sprech- und Atemübungen zum Einsatz kommen.

Die genauen Therapieziele und Möglichkeiten werden dabei immer genau mit dem Patienten abgesprochen und festgelegt, sodass jede Behandlung bei einem Logopäden individuell ausfällt und auf den Patienten abgestimmt ist.

Wer an sich selbst oder seinen Kindern feststellt, dass bestimmte Buchstaben nicht richtig ausgesprochen werden, der Wortschatz nicht dem Alter entspricht oder das Artikulieren aus anderen Gründen nicht so flüssig läuft, wie man es sich wünscht, kann Hilfe bekommen.

Oft ist es jedoch auch so, dass einem der Gang zum Orthopäden von Ärzten angeraten wird. Bei Kindern kann es auch der Erzieher im Kindergarten oder der Lehrer in der Schule sein, der rät professionelle Hilfe aufzusuchen, damit die Probleme mit der Aussprache behoben oder verbessert werden können.

Den meisten Menschen ist der Logopäde vor allem im Zusammenhang mit der Behandlung von Kindern ein Begriff, denn sehr auffällige Sprachstörungen wie das Lispeln, die falsche Aussprache von Buchstaben oder das Stottern sollte schon in der Kindheit behandelt werden, um einen möglichst großen Erfolg zu erzielen.

Wenn auffällt das Kinder zum Beispiel in Fächern wie Deutsch und Mathe nicht mitkommen, wird oft ein Logopäde zu Rate gezogen, um auf spielerische Weise zu testen, ob eventuell eine Legasthenie oder Rechenschwäche vorliegt. Die Behandlung wird dabei immer auf das jeweilige Kind abgestimmt und so gestaltet, dass Freude an den Übungen besteht, damit diese auch Zuhause weiter ausgeführt werden.

Bei Erwachsen hilft der Logopäde natürlich auch bei Sprachstörungen, die eventuell schon seit der Kindheit bestehen.

Ein großer Teil der Patienten sind Menschen, die ihr Sprachvermögen zum Beispiel durch einen Unfall oder Schlaganfall verloren haben. Denn auch die Rehabilitierung der Stimme, sowie das Neulernen des Sprechens sind Punkte, in denen eine Logopäde hinzugezogen wird.

Deswegen arbeiten nicht alle Logopäden in einer eigenen Praxis, sondern auch in Krankenhäusern, um Erwachsenen dabei zu helfen das Sprechen wieder erneut zu erlernen. Daher ist gerade die Behandlung von Erwachsenen ein sehr vielfältiges Spektrum welches viele Menschen dazu reizt eine Ausbildung auf diesem besonderen Fachgebiet zu beginnen.

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